Liebe Kolleginnen und Kollegen

Mit einer erfreulichen
Tagung zum Thema "Arrangieren - Komponieren" sind wir ins neue Vereinsjahr gestartet. Der Tagungsbericht, das Protokoll der Generalversammlung und der Jahresbericht sind auf der Homepage zu finden. Ebenso Partitureinblicke und ein Video des Jazzstückes des 16-jährigen Jakob Manz sowie die Powerpointpräsentation von Raphael Meyer zum Thema "Arrangieren".

Hier der
Flyer für unsere 6. Blockflöten-Ensembletage ERTA CH für Jugendliche im Alter von 13-25 Jahren an den Auffahrtstagen in Wila (ZH) unter der Leitung von Annina Stahlberger, Renate Sudhaus und Andrea Knutti. Es ist jedes Jahr ein grosses Vergnügen, die Lagergruppe beim intensiven Proben zu beobachten und zu sehen, wie Freundschaften quer durch die ganze Schweiz entstehen.
Einen besonderen Schwerpunkt legen wir neben der Ensemblearbeit auf das Spielen von Stücken in Grossformation im Achtfussregister. Eine Erfahrung, die an den  Musikschulen eherselten möglich ist. Der Anmeldeschluss ist am 31. Januar 2018. Bei Fragen geben die Lagerleiterinnen gerne Auskunft. Flyer können beim ERTA Sekretariat bestellt werden.


Änderung im Sekretariat:
An der Generalversammlung ist Aline Arman aus dem Vorstand zurückgetreten. Sie ist Mutter geworden und wird in Zukunft ihre Zeit und Energie für ihre Familie und Berufstätigkeit einsetzen. Wir danken Aline ganz herzlich für ihre Vorstandsarbeit! Ihr strukturiertes Denken, hartnäckiges Nachfragen, sauberes Formulieren und überaus zuverlässiges und engagiertes Mitarbeiten hat den Vorstand beflügelt. Wir wünschen alles Gute für die Zukunft und werden Dich vermissen!
Nicole Meule aus dem Vorstand hat sich bereit erklärt, vorläufig die Sekretariatsarbeiten zu übernehmen, wofür wir sehr dankbar sind.

Wir haben eine neue Homepage die ohne eingehende IT-Erfahrung zu bedienen ist. Die Einfachheit hat aber den Nachteil, dass wir die Homepage nur noch auf Deutsch werden präsentieren können. Wir bemühen uns, Texte auch auf Französisch anzubieten und Aktivitäten aus der Romandie wie z.B. von Flauto Dolce Lausanne in den Veranstaltungskalender aufzunehmen und sind dankbar für entsprechende Hinweise. Wie immer können von Vereinsmitgliedern für die Homepage Konzerte und Kurse, die mit Blockflöte in Verbindung stehen, gemeldet werden. Auch Stellvertretungsgesuche und -angebote können publiziert und Instrumente, Noten und Bücher zum Kauf angeboten werden.

 

Unsere neue Mailadresse: erta.schweiz.ch@gmail.com

Neues Vorstandsmitglied:
Wir freuen uns sehr, dass Tabea Schwartz neu im Vorstand mitarbeiten wird und heissen sie herzlich willkommen!
Tabea Schwartz studierte Blockflöte an der Schola Cantorum Basiliensis und beschäftigte sich eingehend sowohl mit der Musik des Mittelalters und der Renaissance, als auch mit barockem Repertoire und zeitgenössischen Kompositionen. Im Rahmen ihres zweiten Masters mit instrumentalpädagogischer Ausrichtung erhielt sie ein Stipendium an der Königlichen Musikhochschule Stockholm. Inzwischen spezialisiert sie sich bei Baptiste Romain auf das Spiel früher Streichinstrumente.

Um einen Einblick in ihr blockflötistisches Leben zu gewinnen, hat ihr Andrea Knutti ein paar Fragen gestellt:
„Tabea, du hast im vergangenen Sommer dein Blockflötenstudium abgeschlossen. Wie erlebst du den Übergang vom Studium in die Berufswelt?"
Diesen Übergang habe ich als recht stufenlos erlebt: Als Musikerin ist es schliesslich gang und gäbe, schon während des Studiums auch in professionellem Rahmen zu konzertieren. Ich hatte besonderes Glück, zudem parallel zu meinem Pädagogikmaster bereits an einer Musikschule zu unterrichten. Das Unterrichten und die Konzertprojekte kann ich nun nahtlos fortführen und gespannt, wie sich das entwickelt.

„Du unterrichtest in einer Gemeinde, in welcher in Primarschulklassen Blockflöte gespielt wird. Welche Auswirkungen hat das auf deinen Unterricht?“

 

Ich war zunächst sehr überrascht, weil ich diese Anwendung der Blockflöte im musikalischen „Breitensport“ als nicht mehr zeitgemäss eingeordnet habe. Inzwischen merke ich, dass hinter diesen Bestrebungen auch die Idee steckt, im Musikunterricht wirklich Musik zu machen (und nicht nur darüber zu reden). Insofern kann ich solche Konzepte weder pauschal kritisieren noch befürworten. Vielmehr bin ich auf der Suche nach Möglichkeiten, durch die wir mit unserer blockflötenspezifischen Expertise solche Konzepte mitentwickeln dürfen.

„Die Pubertät stellt in Sache Blockflöte ja oft ein Wendepunkt dar. Nicht selten müssen sich unserer SchülerInnen doofe Sprüche seitens ihrer Kollegen oder auch der Familie anhören. Wie bist du als Jugendliche mit der Blockflöte durch diese Zeit gekommen und was hat dich schliesslich bewogen, Blockflöte zu studieren?“
Eine solche Krise gab es bei mir tatsächlich nie. Die Blockflöte war schon immer „mein Instrument“, aber eben nicht mein einziges: ich habe als Kind schon Cello gelernt und spiele bis heute auch Streichinstrumente auf professionellem Niveau. So habe ich gerade als Jugendliche Musik von sehr unterschiedlichen Seiten kennengelernt. Vom Bass her und im grossen Orchester mit dem Cello, von der Oberstimme her und in kammermusikalischen Formationen mit der Blockflöte. Letztendlich hat meine Faszination für Alte und sehr alte Musik dazu geführt, dass Blockflöte im Studium mein Hauptfach wurde.

„Du beschäftigst dich mit historischer Blockflötenmethodik. Welche Aspekte davon möchtest du in deinem Unterricht umsetzen?"
Ich bin überzeugt, dass das quellenbasierte Wissen nicht nur professionellen Musiker*innen, sondern auch Kindern, Jugendlichen und Laien als Inspiration dienen kann. So entpuppt sich beispielsweise die Guidonische Hand, ein allseits präsentes Werkzeug der Musikvermittlung in der Renaissance, auch in der heutigen Praxis als taktil-visuelle Intensivierung einer inneren Vorstellung von Musik und ihrer langfristigen Verinnerlichung. Ich freue mich, meinen methodischen Wortschatz immer mehr zu erweitern und merke, dass sich historische und moderne Ansätze bestens ergänzen.

„Wir freuen uns sehr, dass du neu im Vorstand mitarbeitest. Was hat dich an dieser Aufgabe gereizt?“
Ich habe selbst in den letzten Jahren von der ERTA vor allem in Form der Tagungen profitieren dürfen. Besonders sind mir die Blockflötenorchesterexperimente und meine erste „Schritte“ mit Einhandflöte und Trommel in Erinnerung geblieben. Ich hoffe nun weitere, ähnlich prägende ERTA-Tagungen mitgestalten zu dürfen und freue mich sehr, nicht nur regional, sondern schweizweit vernetzt, Blockflöte und Pädagogik zu verbinden.


Mit den besten Wünschen für den Jahresendspurt und in Vorfreude auf weiteren Austausch!

Herzliche Grüsse
Andrea Knutti, Präsidentin

Nov. 2017