Tagung & Generalversammlung

24. September 2022

„Suzuki – Eine neue alte Unterrichtsmethode“ – Nancy Daly

 

„Berufsprofil Instrumentallehrperson - Arbeitsrealität an Musikschulen“ – Christina Otto

 

Die kommende ERTA-Tagung 2022 steht für Offenheit und Austausch, neue Herangehensweisen und Unterrichtsmethoden. Nancy Daly stellt die Suzuki-Methode vor. Eine Unterrichtsform, welche bereits in verschiedenen Ländern grossen Anklang gefunden hat.

Dieser Workshop wird in Englisch gehalten. Da sehr viel praktisch gearbeitet wird, genügen rudimentäre Englischkenntnisse.

Christina Otto, eine langjährige und erfahrene Blockflötistin und Musikschulleiterin, welche ihre Leidenschaft der Lehre gewidmet hat, teilt mit uns allerlei wichtige Informationen aus Bereichen der Musikschule und des Unterrichts.

 

Offenheit, rege Diskussionen und Austausch stehen an dieser Tagung im Vordergrund. Diese Themen sind unabdingbar für alle Blockflötenlehrpersonen, ob jung oder schon etwas älter. Nehmt mit, was ihr brauchen könnt – um euren Unterricht noch vielfältiger und spannender zu gestalten.

Wir sind uns sicher, dass alle von euch auch schon verschiedene Strategien und Methoden haben und freuen uns davon zu hören.

 

Karin Weiersmüller, Präsidentin



 

Nancy Daly – England

 

Introductory Workshop for the Suzuki Recorder Method

 

Children under the age of six to seven have not fully developed their co-ordination skills and find it difficult to cover the first three holes of the recorder without any leakage of air, which is a necessity to produce a clear note. In my experience if you start a child on the recorder at the age of five it can take as long as one and a half to two years to develop this co-ordination, during which time they can get very bored and frustrated. If you start them at age six and a half to seven this same process usually would take three to six months.

 

Having struggled with this problem for some years I was surprised to discover in 2000 that the Suzuki Method had recently published material to teach the Recorder and that the suggested age for children to start was as young as four. I was intrigued to find out how they tackled this problem of co-ordination especially when I saw that the method starts by teaching one of the lowest notes on the Soprano Recorder - D.

 

This won’t make much sense to teachers that start teaching with B, but it is actually one of the corner stones of the method for young children that addresses many of the motor issues involved. In the workshop we will explore exactly how this is done and the many advantages inherent in this approach. You will also have the opportunity to watch very young children with confidence and beautiful tone.

 

Weitere Informationen

 


 

Christina Otto 

 

Berufsprofil Instrumentallehrperson

 

Die heutigen Arbeitsbedingungen für Instrumental- und Gesangslehrpersonen, oftmals mit Anstellung an mehreren Schulen und/oder Privattätigkeit fordern vielfältige Kompetenzen. 

Als frisch ausgebildete Lehrkraft trifft man auf mehr oder wenig gut strukturierte Bedingungen und ist dann sofort mit verschiedenen Aufgaben konfrontiert, auf die kein Studium eine Vorbereitung gibt.

 

«Dann machen Sie mal den Stundenplan!»

«Nächste Woche ist ihr jährliches Mitarbeitergespräch.»

«Die Abgabe der Zeugnisnoten ist bereits überfällig.»

 

Oder noch schlimmer – man wird komplett allein gelassen, da die Musikschulleitungen oft unterdotiert und damit überlastet sind. Niemand von der Leitungsebene kommt an die grossartige Vorspielstunde, die Kolleg:innen sieht man höchstens zweimal im Jahr und so wird man ebenfalls zur überlasteten Einzelkämpfer:in.

 

Vortrag: Organisatorische Rahmenbedingungen an Musikschulen

Im Vortrag gibt es einen Überblick über aktuell gültige Grundlagen der Musikschulen in der Schweiz.

 

·      Gesetze, Verordnungen, Musikschul-Reglemente

·      Lehrplan, Berufsauftrag

·      Arbeitszeitregelung, Integrierter Instrumentalunterricht und Poolstunden. 

·      Anstellungsverträge, Finanzwesen und Versicherungen 

·      Administrative Aufgaben der Lehrpersonen

 

Workshop: Einzelkämpfer:in oder Team-Mitglied?

Die meisten Musiklehrpersonen arbeiten sowohl angestellt als auch selbständig. Welche Vor- und Nachteile ergeben sich? Im Workshop geht es vor allem um Berufsperspektiven und Themen rund um die Unterrichtsorganisation.

·      Schülerwerbung 

·      Elternberatung und Laufbahnplanung für musizierende Kinder und deren Familien.

·     Alternative Unterrichtsformen und Angebote: Team-Teaching, Arbeit mit heterogenen Gruppen, Inklusion

·      Vorgaben und Modelle der Schülerbeurteilung, Stufentests und Talentförderung in der Schweiz 

·      Nachhaltiger Musikunterricht heute